Auch wenn man von uns nichts hört oder sieht: Es läuft ganz gut. Okay, die Anfangseuphorie der letzten Auftritte wurde von der ausklingenden Sommer- und einsetzenden Herbstdepression erstickt, aber das laute Herumgegacker "Wir müssten und wir sollten.." hat doch einiges in Bewegung gebracht. Und so freuen wir uns über Armins Wiederteilnahme an den Proben, auch wenn er über ein gewisses Handicap klagt. Was das Klagen angeht, scheine ich in ihm jetzt wohl den Meister gefunden zu haben. Egal, wir proben, und die ersten Klangkombinationen sind auch wieder vielversprechend. Am schwierigsten ist dabei definitiv immer den Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und Tanzbarkeit zu schaffen. Wahrscheinlich werde ich demnächst von meinen Kollegen in einem heidnischen Ritual irgendeinem Kommerzgott geopfert, aufgrund meines ständig herunter gebeteten Mantras "Wir sind eine Popband". Klar stellt sich auch bei jedem Song die Frage, wieviel die Gene dazu beigetragen haben und was anerzogen ist. Ich habe mich beim Komponieren anscheinend für die ultrakonservativen Erziehungsmethoden entschieden. Na und? Aus den anderen Babies ist doch auch was geworden.
Bei einem sind wir uns allerdings einig: Uns fehlen die Auftritte. Bei allem Ehrgeiz, Euch demnächst mit einem frischen Programm zu unterhalten, führt dieser Kreativ- und Organisationszwang mitunter zu einem Kellerkoller. Und wenn ich nicht bald meine, extra für viel Geld auf der Musikmesse an meine schönen Ohren angepassten, Ohrstöpsel benutze, dann könnten meine Flirtaktionen demnächst so aussehen...
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Dienstag, 9. Oktober 2007
Zielscheibe meines eigenen Humors
Ihr tapferen Blog-Leser/innen! Seid nicht verzweifelt ob der milchmädchen-losen Clubs, Bühnen und Festivals diesen Herbst! Wir holen nur aus zum ganz großen Schlag für 2008! Wir ergötzen uns im Proberaum an hitverdächtigem Material, stopfen hier mal ein paar monumentale Melodien hinzu, nehmen woanders ein paar Täktchen weg, haben seit dem MuseumsuferGig richtig Blut geleckt (bah!) und wolln' nix als vielvielviel mehr Milchmädchen für nächstes Jahr! Und viel mehr milchmädchen-beglückte Fans dazu!
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: die Gitarren sind poliert und glänzen in neuem Strahl, das Schlagzeug hat den ein oder anderen Ersatzteilnachwuchs bekommen und Karpfi päppelt die Trommelherde von Hand, der Bass hängt bereits am Christian, und Matthias hat zu Hause jede einzelne Keyboardtaste abgebeizt, neu bestrichen und ihnen liebevoll Namen gegeben für die neue Saison, so dass uns jetzt wirklich nichts mehr im Weg stehen kann! Ich wünsch Euch nen tollen Tag!
Julsche
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: die Gitarren sind poliert und glänzen in neuem Strahl, das Schlagzeug hat den ein oder anderen Ersatzteilnachwuchs bekommen und Karpfi päppelt die Trommelherde von Hand, der Bass hängt bereits am Christian, und Matthias hat zu Hause jede einzelne Keyboardtaste abgebeizt, neu bestrichen und ihnen liebevoll Namen gegeben für die neue Saison, so dass uns jetzt wirklich nichts mehr im Weg stehen kann! Ich wünsch Euch nen tollen Tag!
Julsche
Montag, 1. Oktober 2007
Musikerpolizei
Gestern habe ich mich dabei erwischt, mit verschränkten Armen vor der Bühne zu stehen und mit meiner jahrelangen Musikererfahrung kritisch jeden Ton und jede Bewegung der performenden Band zu analysieren. In Insiderkreisen nennt man solche Leute auf Konzerten zurecht abschätzig Musikerpolizei. In der Hoffnung, dass mich niemand beobachtet hat, habe ich sofort die Hände in den Hosentaschen versenkt, im Takt genickt und mich dem Groove hingegeben. San Dee, unseres Schlagzeugers Schwester, rockte gestern im Nachtleben. Vorrangig diente dieser Termin ja eigentlich dem Wiedersehen alter musikalischer Weggefährten aus lang vergangenen Coverband-Zeiten, aber wer selbst musiziert, muss seinen Senf bevorzugt ungefragt überall verkleckern. Nachdem ich mich schon vor einiger Zeit von Sandras Gesangstalent überzeugen konnte, ging´s gestern an die Analyse der Kompositionen und der Bühnenpräsenz. Ich mach´s kurz: Ich bin mit Rock groß geworden und gestehe, in der letzten Zeit sogar wieder Geld für Rock-CDs ausgegeben zu haben. Irgendwo zwischen den fünf Tönen der Pentatonik liegen auch die Wurzeln meines musikalischen Schaffens. Von Künstlern der heutigen Generation erhoffe ich mir allerdings neue Impulse und eine entstaubte Interpretation dieses Genres. Nun ist "San Dee" das Gemeinschaftsprojekt eines Alt-Rockers (Frank, verzeih mir, ich steh ja trotzdem drauf) mit Sandra. Ich weiß nicht, zu welchen Teilen die Kompositionen entstanden sind, aber da geht mehr...weniger Traditionelles. Wo sind die Experimente? Ich traue dieser jungen Sängerin sowohl heftigere als auch sanftere Töne zu, das derzeitige Repertoire wirkt einengend. Obwohl ich die Gitarrenarbeit genossen habe (Frank, wenn ich Dich höre, weiß ich was ich nicht kann. Es ist schön, Dich wieder mal auf der Bühne zu sehen), ...Sandra, Du bist der Star. Das darfst Du die Jungs ruhig spüren lassen.
P.S.: Über die Anwesenheit folgender Personen habe ich mich sehr gefreut. Ihnen gilt mein Gruß:
Frank, auch wenn Du meine Pläne umwirfst
Nik, auch wenn die Haare ab sind
Armin, auch wenn Du noch nicht proben kannst
Ronald, auch wenn Du jetzt Golf spielst
Udo, auch wenn wir nur kurz gesprochen haben. Wir sehen uns im Sinkkasten.
Natürlich auch Andrea, Ali, Michael, Uwe, Enzo,...
P.S.: Über die Anwesenheit folgender Personen habe ich mich sehr gefreut. Ihnen gilt mein Gruß:
Frank, auch wenn Du meine Pläne umwirfst
Nik, auch wenn die Haare ab sind
Armin, auch wenn Du noch nicht proben kannst
Ronald, auch wenn Du jetzt Golf spielst
Udo, auch wenn wir nur kurz gesprochen haben. Wir sehen uns im Sinkkasten.
Natürlich auch Andrea, Ali, Michael, Uwe, Enzo,...
Dienstag, 18. September 2007
Band mit Biss
Kennt Ihr ihn auch, den Fernseh- und Freibad-Sport unserer Kindheit? Wir jedenfalls saßen letztens bei unseren Feierabend-Getränken, und belebten ihn vor unseren geistigen Augen wieder: Das komplett geistesabwesende Mischgebäck-Beknabbern mithilfe einer ausgefeilten Technik, die es erlaubte, die Plattentektonik bzw. das innere Teiggefüge der Keks-Süßigkeit so sorgsam schichtweise mit den Zähnen abzutragen, daß man dadurch recht professionell die Innereien von Prinzenrolle-Keksen, Neapolitanern, Milchschnitten, Schaumküssen und Duplos freilegen konnte. Und das mit leidenschaftlich gedankenverlorener Hingabe beim bibbernden Vor-sich-Hinschnattern im Freibad (nachdem man rechtschaffen blau-lippig und abgekämpft aus dem Becken geholt worden war). Oder z.B. abends vor "Tom&Jerry" oder "Unsere kleine Farm" hockend.
Die ganz Gewieften unter uns brachten es sogar fertig, die braune Schokolade der KINDER-Schokoriegel derart akribisch zu lösen, daß nur noch die inzwischen weichgelutschte weiße Innenpaste übrig war (die dann eigentlich nach nicht mehr viel schmeckte).
Egal. Was ich eigentlich sagen wollte: Wir sind dran am neue-Songs-kreieren und Milchmädchen-für-2008 bewerben und Aufkleber drucken lassen undundund. Und deswegen gibts bei "Termine" außer Sternen grad nüscht zu sehen. Geduld und genießt die Pause, wir holen nur Schwung. PS: Viele Gruesse aus Mallorca :-)
Die ganz Gewieften unter uns brachten es sogar fertig, die braune Schokolade der KINDER-Schokoriegel derart akribisch zu lösen, daß nur noch die inzwischen weichgelutschte weiße Innenpaste übrig war (die dann eigentlich nach nicht mehr viel schmeckte).
Egal. Was ich eigentlich sagen wollte: Wir sind dran am neue-Songs-kreieren und Milchmädchen-für-2008 bewerben und Aufkleber drucken lassen undundund. Und deswegen gibts bei "Termine" außer Sternen grad nüscht zu sehen. Geduld und genießt die Pause, wir holen nur Schwung. PS: Viele Gruesse aus Mallorca :-)
Donnerstag, 13. September 2007
Achtung an alle!
Wir haben keine Mühen und Kosten gescheut, Euch diese Botschaft zukommen zu lassen. Oder sagen wir´s mal so: Da weiß einer ziemlich gut, wie man Botschaften verbreitet.
Dienstag, 4. September 2007
Meine Oma

Meine Oma Cilli ist unser größter Fan. Wenn Michelle im Radio läuft (HR4), sagt sie jedesmal, sie habe gedacht, daß ich das bin. Hm. Dann zwinkert sie mir aber zu, und resümiert, daß es auf jeden Fall viel besser geklungen hätte, wenn’s wirklich Milchmädchen gewesen wär. Sehr viel besser. Ja, sie setzt dann sogar noch eins drauf und lehnt sich aus dem Fensterchen, indem sie findet, daß doch eh alles "Spökes" sei, was da so läuft, und wir nächstes Jahr entdeckt und berühmt werden würden
… und so sehe ich das natürlich auch.
Meine Oma hat uns auch schon im Mai beim Burgrock gesehen, da war sie ganz in rosa gekleidet (s.Foto oben), und ihre Laune war ähnlich rosig wie ihr Dress. Sie war nach dem Auftritt total begeistert und stolz auf uns, und ließ dementsprechend sofort alle Banditglieder wissen, daß es doch auch mal eine gute Idee wäre, wenn ich mal bei einem Song nicht mitsingen würde. Das würden schließlich alle berühmten Bands so machen. Dieser Idee bin ich jetzt noch nicht so beharrlich nachgegangen. Aber als ich auf dem M.I.A-Konzert in Hanau gesehen habe, daß Mieze’s Oma denen anscheinend ähnliches empfohlen hat, dachte ich, da könnte was dran sein. Die hatten wirklich einen klasse Instrumental-Song!
Auf jeden Fall war ich am Sonntag (wie fast jedes Wochenende) wieder bei meiner Oma. Sie war ganz aufgedreht, denn, nachdem sie so gern auf unserer umherklickt, ist sie jetzt plötzlich auch Besitzerin einer Homepage. Wer’s noch nicht wußte: sie macht „in Bronze“.
Meine Oma hat uns auch schon im Mai beim Burgrock gesehen, da war sie ganz in rosa gekleidet (s.Foto oben), und ihre Laune war ähnlich rosig wie ihr Dress. Sie war nach dem Auftritt total begeistert und stolz auf uns, und ließ dementsprechend sofort alle Banditglieder wissen, daß es doch auch mal eine gute Idee wäre, wenn ich mal bei einem Song nicht mitsingen würde. Das würden schließlich alle berühmten Bands so machen. Dieser Idee bin ich jetzt noch nicht so beharrlich nachgegangen. Aber als ich auf dem M.I.A-Konzert in Hanau gesehen habe, daß Mieze’s Oma denen anscheinend ähnliches empfohlen hat, dachte ich, da könnte was dran sein. Die hatten wirklich einen klasse Instrumental-Song!
Auf jeden Fall war ich am Sonntag (wie fast jedes Wochenende) wieder bei meiner Oma. Sie war ganz aufgedreht, denn, nachdem sie so gern auf unserer umherklickt, ist sie jetzt plötzlich auch Besitzerin einer Homepage. Wer’s noch nicht wußte: sie macht „in Bronze“.
Und ist jetzt stolze Betreiberin von www.bronzegalerie-cillibreuers.de. Es ist zwar nicht die gestalterisch aufregendste HP geworden, aber sie ist nunmal die aufregendste Oma.
Ich hab’ ihr versprochen, ihren Link auf unsere Page zu setzen, denn sie hatte gehört, daß man das so macht im Netz, sich gegenseitig unter die Ärmchen greifen.
Und da sie mir in meinem Leben unzählige male und in jeder erdenklichen Lebenslage unter meine Milchärmchen geriffen hat, ist dies wohl das mindeste, was ich für sie tun kann. Für die beste Oma!
Ich hab’ ihr versprochen, ihren Link auf unsere Page zu setzen, denn sie hatte gehört, daß man das so macht im Netz, sich gegenseitig unter die Ärmchen greifen.
Und da sie mir in meinem Leben unzählige male und in jeder erdenklichen Lebenslage unter meine Milchärmchen geriffen hat, ist dies wohl das mindeste, was ich für sie tun kann. Für die beste Oma!
Montag, 3. September 2007
Was habt Ihr getan?
Wo ist das beschauliche Hobbymusiker-Dasein geblieben? Einmal in der Woche mit den Kumpels in den Keller gehen, alle Knöpfe auf 10 und dann den Frust von der Seele gerockt. Besser als Alkohol und besser als Fernsehen. Aber nein, Ihr wollt ja mehr. Ihr wollt eine CD. Der kostenlose Download ist Euch nicht genug. Durch Eure Unersättlichkeit ist der Stress in den Proberaum eingezogen. Die Aufnahmen müssen fertiggestellt und gemischt werden. Der Kram muss dann noch gemastert werden, und Ihr wisst nicht mal was mastern überhaupt ist. Jetzt bloß nicht überstürzt handeln. Die Vor- und Nachteile der GEMA- und GVL-Mitgliedschaft müssen genauestens recherchiert werden, hier geht´s um unsere Rechte. Genau wie beim Schriftzug. Da liegen die Rechte nämlich auch noch beim Designer. Ein CD-Cover muss her. Die Songauswahl und -reihenfolge muss diskutiert werden. Schön wären erste Kontakte mit Produzenten, potenziellen Managern und Radiostationen. Die letzte Woche war geprägt von äußerst geschäftlichen E-Mails zwischen den Bandmitgliedern. Aber ich kann Euch beruhigen: Wir haben mit all dem endlich begonnen.
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