Montag, 20. Juli 2009

Donnerwetter nochmal!



Kann man dem Anbieter des deutschen Sommers eigentlich die Lizenz entziehen? Es muss doch alternative Lieferanten geben. Ich bin jedenfalls mit dem Service dieses Dienstleisters äußerst unzufrieden. Es kann doch nicht sein, dass Sonnenschein nur dann geliefert wird, wenn er gerade mal nicht gebraucht wird, z.B. Montag morgens nach einem verregneten Wochenende, oder genau dann, wenn wir uns zur Probe in unseren vom Tageslicht abgeschirmten Kriechkeller zurückziehen. Als sei das nicht schon schlimm genug, bemüht man sich anscheinend da oben um den Titel des kundenunfreundlichsten Unternehmens überhaupt und liefert anstelle von Sonne wie bestellt einfach mal Regen, und zwar pünktlich zu den ersten Takten unseres Open Air Auftritts auf dem CSD in Frankfurt. Was dann kam, sah von der Bühne aus, als starteten gleich mehrere Polonäsen gleichzeitig. Der anfänglichen Begeisterung folgte abrupte Ernüchterung: Diese Menschen sind auf der Flucht. Vor uns? Sind wir nicht gestraft genug, dass wir überhaupt wissen, wie eine Polonäse von oben aussieht? Einzig den Sympathie erzeugenden Eigenschaften unserer Songs war es zu verdanken, dass sich der Platz vor der Bühne nicht vollends leerte... also... den Songs und den mitgebrachten Regenschirmen. Wir hatten jedoch Glück im Unglück: Beides war in ausreichender Menge vorhanden, sodass immer noch von einem Fest der Freude gesprochen werden konnte.

Blendet man das schlechte Wetter in dieser halben Stunden mal aus, dann war dieser Tag eigentlich gar nicht so verkehrt. Die Organisatoren des CSD gaben ihr Bestes, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Und so kamen wir in den Genuss eines Caterings, das keine Wünsche offen ließ, in einem mit Palmen dekorierten Backstagebereich, wo uns fleißige Helferlein unsere Instrumente schleppten und zur Entspannung ein Masseur zur Verfügung stand. Naja, und just als wir die überdachte Bühne räumen mussten, schien dann ja auch endlich wieder die Sonne.

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