Mittwoch, 26. März 2008

Manchmal fehlen uns die Worte

...und manchmal fehlt uns einfach die Zeit, Euch auf dem Laufenden zu halten. Dies geht an die von uns vernachlässigten aber für unser Wohlergehen unverzichtbaren Multiplikatoren: Wir spielen in der Batschkapp!!! Wie konnte es dazu kommen? Schon im zarten Alter von fünf Jahren bekam der kleine Matthias... (Anm.d.Red: Artikel gekürzt). Dank der Unterstützung zahlreicher Fans und nahezu ebenso vieler Fremdfans, landeten wir schließlich auf dem dritten Platz der Emergenza Vorrunde. Für uns war der Abend damit gelaufen, weil wir mal wieder nicht genau hingehört hatten und nicht wussten, dass die ersten vier Bands weiterkommen sollten. Den Ruf auf die Bühne interpretierten wir daher auch als Abschied vom und als Dankeschön an das Publikum. Erst mehrmaliges Nachfragen beim Veranstalter brachte die Gewissheit: Wir sind weiter. Hossa. Das ging uns zu schnell. Die Stimmung, jetzt ein Fass aufzumachen, kam an diesem Abend deswegen auch nicht mehr auf. Hatte ja auch keiner daran gedacht, eins mitzubringen. Aber, nach der Batschkapp ist vor der Batschkapp, denn sollten wir die nächste Runde schaffen, dann findet das Frankfurt-Finale wiederum in der Batschkapp statt (So, das war jetzt aber genug Batschkapp). Soweit planen wir allerdings nicht, weil das Klassenziel ja eigentlich schon erreicht ist. Die Wettbewerbsmodalitäten lassen uns ohnehin daran zweifeln, dass dies unser Weg sein wird. Nichtsfürungut, wir hatten mal wieder mächtig Spaß am Spiel. Hier ein paar Beweisfotos.

Vor der Batschkapp sehen wir uns aber hoffentlich in Hofheim. Eine Stunde Milchmädchen für nur eine halbe Stunde Anfahrt, das gab´s noch nie!

Donnerstag, 20. März 2008

Was ziehe ich an?

Nur um das von vornherein klar zu stellen: diesen Beitrag schreibt nicht Julia, sondern genau der Keyboarder, der jahrelang nur ein Paar Sneakers und zwei Jeans derselben Marke besessen hat. Früher gab es zum Glück nicht viele Alternativen und dank Badewannenwerbung konnte man sich einer stilsicheren Garderobe sicher sein. Mir ist egal, was ich trage, Hauptsache es ist bequem, sieht gut aus, kaschiert kleine Unebenheiten um die Hüfte rum, man kann es im Büro und in der Freizeit tragen, es ist hip und andere finden es cool. Nun haben wir uns bei Milchmädchen zum Glück dem Pop-Genre verschrieben, das Bühnenoutfit muss daher nicht zwangsläufig ein Klischee bedienen. Würde ich in einer Boygroup spielen, müsste ich meinen Bauch zeigen, ein Arbeitgeber der Metal-verarbeitenden Industrie würde zusätzlich darauf bestehen, dass ich die Haare offen trage. Diese Freiheit des persönlichen Ausdrucks konnte ich noch bis vor kurzem genießen. Allerdings wurden die Stimmen immer lauter, wir sollten auf der Bühne nicht nur was für die Ohren, sondern gefälligst auch was für die Augen liefern. Als jetzt noch die Stimme jener Sängerin mit einstimmte, deren Gehalt direkt an eine Boutique in Bornheim überwiesen wird, wurde ich doch etwas unsicher. Mein Kleiderschrank gibt aber nicht mehr her. Und wenn ich jetzt losziehe, in welchen Trend soll ich investieren? Auf was steht unser Publikum? Wer ist überhaupt unser Publikum? Die müssen grad was sagen, die müssten sich mal selbst sehen.. Meine Tattoos sind an Stellen, die man auf einer öffentlichen Bühne nicht zeigt (ich habe gar keine, aber ein solcher Satz bindet die Leser an den Text. Ich habe Piercings. Stimmt auch nicht, zumindest würde ich das nie zugeben). Für heute Abend habe ich jedenfalls beschlossen, genau dasselbe zu tragen wie im Sinkkasten. Ungewaschen. Mal sehen, ob mich jemand darauf anspricht. Vielleicht erhalte ich dadurch ja wertvolle Anregungen für unsere nächsten Auftritte.

Mittwoch, 12. März 2008

Unser erstes Video

Nein, aber das Web-Fundstück der Woche. Irgendwie inspirierend.

Montag, 10. März 2008

Und in welcher Band spielen SIE? ...

... war die höflich gestellte Frage des Sinkkastentürstehers, als ich am Freitag mit ihm und meiner Gitarre vor der Tür wartete.
„Flucht!“ war mein erster Gedanke, nachdem sich mein Hirn mehrfach bei meinen Ohren rückversichert hatte, dass tatsächlich die „Sie“-Form angewendet worden war. Nach Wiedererlangen meiner Fassung fand ich für Sekunden Trost darin, daß Madonna sogar mit jenseits 50 noch bühnentechnisch unterwegs ist – bis mir dämmerte, daß der einzige Grund hierfür in den wenigen Vorzügen ihrer Muttersprache liegt: Es ist auf englisch nicht möglich, einen in die Jahre kommenden Star durch hinterhältiges Siezen ein für alle mal von der Bühne zu vertreiben!
Als nach meiner knapp ausfallenden Antwort „Milchmädchen“ ein weiterer Vorschlag-Hammer seitens des Kollegen folgte, wann nämlich „die anderen Damen“ kommen würden, beschloss ich, die Tragweite dieser Unterhaltung zu minimieren, und mich nach wie vor auf den Gig zu freuen.
Und der war furios, ein Feuerwerk der Sinne!
Dank hochmotivierter und wochenendgelaunter Fans und Die-es-werden-sollten konnten wir über kleine technische Pannen und den eisern in 40 Minuten gepressten Bühnenslot locker hinweg sehen! Der wohlverdiente Jahrtausend-Jubel, die vielen lachenden bis staunenden Gesichter, die tanzenden Mädels (holt die Handfackeln raus!!!), unser eigener Bühnenspass und die wundervolle Räumlichkeit an sich (Sinkkasten!) hat uns von vorn bis hinten völlig überrannt und berauscht! Wir wissen ja manchmal schon, dass wirs können und den Leuten Spass machen, aber das Schöne ist, dass es uns doch immer wieder komplett überrascht und mitnimmt! Da vergess ich sogar gerne, dass mir – meines Alters wegen – mit Sicherheit recht zeitnah ein Zivi zur Seite gestellt werden wird, der mich fürs nächste Stage-Diving mit meinem Rollator bis an den Bühnenrand geleitet. Hurra!!!
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