Dienstag, 15. Dezember 2009

„Sachen - die ich Euch erzähl’ zeigen - dass ich Euch unterhalten will..lalala“

… wer das mitsingen/nachspielen möchte: em, C und G sind die ungefähren Akkorde unserer verehrungswürdigen wie liebesbedürftigen Ballade, die gerade im Studio „k.o.-recordings“ zusammengemischt wird. Will heißen, während wir Musiker/innen nach getaner Arbeit jetzt die Milchfüßchen hochlegen und uns um neue Liedchen kümmern, wird das ganze noch durch den Mixer gehaun’, gehackselt, in den Ofen geschoben und am Ende mit Sahne auf dem Musik-nacht Sampler präsentiert – zum Anbeißen!!!
Während es studiomäßig wie am Schnürchen läuft und man in ganz Deutschland munkelt, dass Milchmädchen im nächsten Jahr eine GANZE CD raus bringen wird, mit längst von der riesigen Fangemeinde geforderten Hits wie „Das traurigste Lied“ und „Mein Engel“, tröpfeln hier gerade schon die ersten Gig-Termine für 2010 ein, ohne dass wir einen Finger gerührt haben – ja, so macht das Milchmädchenleben Spaß!
Außerdem habe ich von den Männern ein neues Gitarrenkabel geschenkt bekommen, und am Freitag proben wir.
Das waren jetzt wirklich die neusten und überraschendsten Milch-News.

Eine schöne W-Zeit wünscht: Milchmädchen Julia.

Samstag, 14. November 2009

"Die Welt hat nicht auf uns gewartet"...

... war Matzes knappe Erklärung dafür, dass sich die bekannte Band Silbermond (auf die HAT die Welt ja gewartet!) eine andere ausgesucht hat. Support-Band, meine ich, ja, für das Konzert in der Frankfurter Jahrhunderthalle. Was hat sie was wir nicht haben? Weniger Jahre auf den (bei uns inzwischen rundmusizierten) Musikerbuckeln. Nur das kann es sein. Es ist schöne Musik, aber nicht schönere! Es sind hübsche Menschen, aber nicht hübschere! Nu, ich weiss nicht, ob mich das tröstet, aber irgendwie gönn' ich den Jungs von Unbestimmt (oder Ungestimmt?!) ja auch, dass die Wahl auf sie gefallen ist. Wenn ich mit 15 auch mehr an unsere alte Schulband von der Gesamtschule am Rosenberg geglaubt hätte, dann wären wir sicher auch als Vorgruppe von Kaja Goo Goo (Jaja, die Zeiten damals!) groß rausgekommen; auch, wenn wir - wie immer - nur "I am sailing" spielen durften - aber gut!
Also, viel Spaß für alle Milchmädchen-Fans (und alle anderen!), die trotz unserer Nichtwahl im Dezember zu Silbermond strömen! Vielleicht hol ich mir auch noch ein Kärtchen, ganz ehrlich gesagt.... ;-)

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Nachtleben abgesagt

Tja...also...äh... dieses Milchmädchen-Jahr endet wie es angefangen hat: mit einer Absage vom Nachtleben. Auch milchmädchenmäßiges Bezirzen konnte den Veranstalter nicht überzeugen, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken. Der Grund ist allerdings durchaus nachvollziehbar, nämlich das erhöhte Risiko einer zu geringen Besucherzahl. Um ausreichend Leute an einem Novembersonntag zu mobilisieren, das Haus zu verlassen, wurden für diesen Termin drei Bands gebucht. Darunter Tune Circus, aufstrebende Alternative Rocker aus Stuttgart, die trotz zahlreicher Auszeichnungen in Frankfurt vermutlich eine überschaubare Fangemeinde haben. Midas Effect hatten abgesagt und es konnte kurzfristig kein Ersatz gefunden werden, sodass die Last, für die gesamte Besucherzahl verantwortlich zu sein, auf schmalen Milchmädchen-Schultern lastete. Unsere Vorverkaufszahlen stimmten uns allerdings zuversichtlich und mit optimistischer Selbstüberzeugung hätten wir uns gerne dieser Herausforderung gestellt. Da der Veranstalter allerdings das finanzielle Risiko trägt, tragen wir mit ihm jetzt auch diese Entscheidung. Während ich hier noch tippe, wird bereits ein Ausweichtermin gesucht. Ich kann mich dann doch hoffentlich darauf verlassen, dass wir gemeinsam den Veranstaltern dieser Welt ein für alle mal klar machen, dass Milchmädchen die Bude füllt.

P.S.: Bereits verkaufte Karten werden zurück genommen, der Kaufpreis unverzinst erstattet.

Freitag, 16. Oktober 2009

Milchmädchen live im Nachtleben




Liebes Auditorium,

wir blicken auf eine aufregende Livesaison zurück. Dieser Sachverhalt führte bei uns zu dem Gefühl, dass es eigentlich nicht mehr besser werden kann. Die lange Kreativpause, erzwungen durch unsere katastrophale Urlaubsplanung, wollte uns dann noch den letzten Rest Motivation rauben. Pustekuchen, schon die ersten Proben lieferten wieder ausreichend Songideen, die es wert sind, gehört zu werden. Deswegen ist der nächste Studiotermin schon in Planung und deswegen drängt es uns auch schon wieder auf die Bühne.

Seid dabei, wenn Milchmädchen zum voraussichtlichen letzten Mal in diesem Jahr zum Tanz bittet. Ebenfalls dabei sind Tune Circus. Midas Effect haben abgesagt.

01.11.09
Nachtleben
Frankfurt/M.
Einlass: 20 Uhr
Beginn 21 Uhr


Tickets gibt´s bei uns bereits im Vorverkauf. Anruf oder E-Mail genügt, irgendwer wird dann schon liefern.

Montag, 5. Oktober 2009

Grabesstille.

Kaum ist man mal eine lächerliche Woche im Urlaub, stellt sich der Rest der Band (oder sollte ich schreiben: Welt?!) tot. Wirklich wahr, als würde man mir nicht eine Woche mit Omma, Mutti und Schwester A. auf Mallorca gönnen. Dabei wissen doch alle, dass die gesamte Insel (außer unserem Strand!!!) von Monsun, Schweinepest (oder -grippe?!) und Jürgen Drews heimgesucht wurde! Also nur kein Neid, meine lieben vier durch totale kommunikative Abwesenheit glänzenden Mitmusiker! Kriecht hervor aus Eurer mit Diplomarbeiten, Familienfeiertagen, Herbstschwermut und See-hat-geschlossen-Lähmung getarnten Lethargie! Ab ans Instrument! Oder zumindest: Ab an den PC, Mail schreiben! Blättert in Euren pseudo-überfüllten Terminkalendern, und GEBT-MIR-ANTWORT-WEGN-DEM-NÄCHSTEN-PROBETERMIN!
Danke.
Lieber Rest der Welt, es tut mir leid, Euch mit diesem öffentlichen Motivationstritt in den gemütlich gewordenen Band-Hintern behelligen zu müssen; aber vielleicht lesen meine Männer wenigstens den Blog, wenn schon nicht ihre Mails! :-) Außerdem kam auch von EUCH, ja ich meine DICH, der das hier als Fan, Freund(in), Verwandte(r), Produzent(in) oder reicher Mäzen liest, lange kein Lebenszeichen mehr in Form von Kommentar oder Mail! Nun, da mache ich mir aber natürlich nicht so große Sorgen, und interpretiere DEINE Grabesstille mal als zufriedenes Nachgenießen unseres erfolgreichen Milchmädchen-Sommers und wohlwollendes Abwarten auf die nächsten News, die sicher kommen werden. Wenn Ihr auch was tun wollt: Tragt Euch schonmal den 01.November ein, da trefft Ihr Eure Lieblingsband dann im Nachtleben in Ffm. Die Band MILCHMÄDCHEN, meine ich.
Herzlichst, Eure Julia.

Montag, 31. August 2009

Warum der letzte Auftritt der beste war


Ich weiß es nicht. Wirklich zufrieden sind wir ja sowieso nie. Irgendwas hat das überempfindliche Künstlergemüt noch immer gestört. Zu allererst möchte ich aber alle drei verantwortlichen Veranstalter dieses Wochenendes entlasten und mich bedanken. Wir wurden überall herzlich empfangen und betütelt, das haben wir auch schon anders erlebt. Für Euch spielen wir gerne jederzeit wieder. Entschuldigen möchte ich mich unbedingt bei "Misses Next Match", die unmittelbar vor uns auf der zweiten Bühne von RadioX gespielt haben. Da alle Konzerte live auf RadioX übertragen wurden, gab es zwei Bühnen. Während auf der einen gespielt wurde, wurde auf der anderen umgebaut und der Sound gecheckt. Wir haben diesen Umstand aber völlig verpeilt. Jungs, wenn Ihr das jetzt lest: Entschuldigung. Euer Sound war dermaßen amtlich, dass wir dachten, das käme vom Band und entsprechend rücksichtslos, laut und gar nicht milkladylike gestaltete sich unser Aufbau. Als kleine Wiedergutmachung schicke ich Euch ein paar Hörer:

UNBEDINGT ANHÖREN: http://www.myspace.com/missesnextmatch

Zurück zur Manöverkritik: Damit ein Auftritt von uns als zufrieden stellend angesehen wird, müssen mehrere Faktoren in einer optimalen Konstellation zueinander stehen. Das seelische und körperliche Befinden muss stabil sein, die Akustik und die Temperatur auf der Bühne müssen stimmen, das Bier muss schmecken, das Publikum muss mindestens lächeln und mitwippen, die Konzentration darf nicht durch Nebelmaschinen oder einsetzenden Platzregen gestört werden, es dürfen keine lauthals Gitarrensoli einfordernde Halbstarken vor der Bühne stehen, der Parkplatz darf nicht zu weit vom Auftrittsort entfernt sein,...
Es scheint offensichtlich, dass es den perfekten Auftritt nicht geben kann. Auf der Jügesheimer Musiknacht waren allerdings die meisten der Bedingungen erfüllt, sodass wir uns auf der Bühne einfach sauwohl gefühlt haben. Dieses Gefühl hat sich auch auf die Musik übertragen. Zum Glück, denn jetzt können wir uns mit einem selbstzufriedenen Grinsen in die Kreativpause verabschieden, um beim nächsten Mal noch besser zu sein.

Dienstag, 25. August 2009

Von 0 auf 100 – Milchmädchen-Marathon aus Leidenschaft


Nach unserem erbaulichen CSD-Regentanz im Juli in Ffm sind Milchmädchen kollektiv ins Musiker-Koma gefallen. Kein Wunder, hatten wir uns doch in der ersten Sommerhälfte mit vielen fulminanten Gigs beinahe restlos überspielt!
Nun vertrieben sich einige von uns die musikalisch-scheintote Zeit der letzten Wochen mit ihrer Freundin in Österreich; andere vergnügten sich mit gleich zwei Frauen in Südspanien am Strand. Wieder andere schrieben mehr oder weniger motiviert an einer Hausarbeit oder gingen ganz sang- und klanglos arbeiten.
Diese probenresistente Phase fand JETZT ein jähes Ende. Nach einer wirklich nennenswerten Probe letzten Donnerstag (wir haben JEDES erdenkliche Lied durchgespielt) im nun Schimmelteppich-befreiten Keller kündigt sich für das kommende Wochenende wieder einer der bewährten Milchmädchen-Marathons an:

Freitag um 20:00 Uhr MUF: Radio X-Bühne. Samstag um 16:00 Uhr MUF: Frankfurter Rundschau-Bühne. Und zu guter letzt – Samstag abend ein Heimspiel in Rodgau bei der Jügesheimer Musiknacht.

Wie jeder gute Marathon-Läufer esse ich bis dahin fürchterlich viel Nudeln und Reis, denn so von 0 auf 100 los legen kann ja nicht zum Erfolg führen. Aber nachdem mein Bürokollege Peter (begnadeter Triathlet, s.o.: 2.Platz beim diesjährigen Mörfelden-Triathlon) mich gerade darüber aufgeklärt hat, dass essen allein fürs fit-sein nicht langt, habe ich bei meinen Männern für morgen Abend noch mal eine Probe eingereicht. Danach essen wir sicherlich noch ein paar kalorienhaltige Nachos im Sowiso. Zur Vorbereitung.

Freitag, 24. Juli 2009

Dienstag, 21. Juli 2009

Endlich mal ein ehrliches Wort ...

Heute erreichte mich über www.wer-kennt-wen.de mal ein wirklich von Herzen kommendes Statement eines Fans (?) Und zwar ging das so, unfrisiert und allen Ernstes:
"An:
Julia Kaupe
Von:
M. xxxxx.
Wann:
Heute, 13:39

GESCHOCKT!
Servus JulchenEure ganzen Auftritte waren ja scheinbar tolle Erfolge, freut mich sehr für Euch :-)Aber was mich schockt: du schaust auf den Fotos gealtert aus :-((Ich weiß, sowas sagt man einer Frau nicht, aber ichtu´s trotzdem ;-))trotzdem liebe Grüße, auch an Deine Crew,MarkusPS: das mit den Texten ist nicht vergessen....aberaufgrund von anderen Prios (Firma, Haus, Frau, wennauch nicht in dieser Reihenfolge) geht´s derzeit nicht:-(("

... nix für ungut, lieber M. - glücklicherweise fühle ich mich nicht so alt, wie ich ausseh! ;-) .

Montag, 20. Juli 2009

Donnerwetter nochmal!



Kann man dem Anbieter des deutschen Sommers eigentlich die Lizenz entziehen? Es muss doch alternative Lieferanten geben. Ich bin jedenfalls mit dem Service dieses Dienstleisters äußerst unzufrieden. Es kann doch nicht sein, dass Sonnenschein nur dann geliefert wird, wenn er gerade mal nicht gebraucht wird, z.B. Montag morgens nach einem verregneten Wochenende, oder genau dann, wenn wir uns zur Probe in unseren vom Tageslicht abgeschirmten Kriechkeller zurückziehen. Als sei das nicht schon schlimm genug, bemüht man sich anscheinend da oben um den Titel des kundenunfreundlichsten Unternehmens überhaupt und liefert anstelle von Sonne wie bestellt einfach mal Regen, und zwar pünktlich zu den ersten Takten unseres Open Air Auftritts auf dem CSD in Frankfurt. Was dann kam, sah von der Bühne aus, als starteten gleich mehrere Polonäsen gleichzeitig. Der anfänglichen Begeisterung folgte abrupte Ernüchterung: Diese Menschen sind auf der Flucht. Vor uns? Sind wir nicht gestraft genug, dass wir überhaupt wissen, wie eine Polonäse von oben aussieht? Einzig den Sympathie erzeugenden Eigenschaften unserer Songs war es zu verdanken, dass sich der Platz vor der Bühne nicht vollends leerte... also... den Songs und den mitgebrachten Regenschirmen. Wir hatten jedoch Glück im Unglück: Beides war in ausreichender Menge vorhanden, sodass immer noch von einem Fest der Freude gesprochen werden konnte.

Blendet man das schlechte Wetter in dieser halben Stunden mal aus, dann war dieser Tag eigentlich gar nicht so verkehrt. Die Organisatoren des CSD gaben ihr Bestes, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Und so kamen wir in den Genuss eines Caterings, das keine Wünsche offen ließ, in einem mit Palmen dekorierten Backstagebereich, wo uns fleißige Helferlein unsere Instrumente schleppten und zur Entspannung ein Masseur zur Verfügung stand. Naja, und just als wir die überdachte Bühne räumen mussten, schien dann ja auch endlich wieder die Sonne.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Sis is it!!!

Während die Tournee eines anderen weltberühmten Künstlers aus wirklich traurigen Gründen abgesagt werden musste, haben wir ja zur Zeit beinahe mehr Bühnen- als Erdboden unter unseren Milchfüßchen!
28.Juni09 BERLIN: Im Schatten der der Berliner Siegessäule war es nach einem fulminanten Milchmädchen-Auftritt zu einem denkwürdigen Staatsereignis gekommen – nahm doch die erlauchte Bürgermeisterhand unsere CD aus meiner Hand entgegen, und konnte sich – ganz Schirmherr der Christopher Street Days - noch für ein Mini-Fotoshooting mit Sängerin erwärmen. Obendrein unterbreiteten uns zwei Milchmädchen-begeisterte Alice-Schwarzer-Freundinnen die Idee eines Interviews in der Emma – na, es geht doch mit der Karriere!

11. & 12. Juli FRANKFURT: Natürlich war in unserer heißgeliebten Kleinstadt eher weniger Prominenz bei unserern Gigs vertreten, aber so ist das ja bekanntlich mit der Prophetin im eigenen Land. Wir ließen es trotzdem 3fach krachen: Zeugnisfest IHK, Osthafensommer Samstag, Osthafensommer Sonntag. HERRLICH!

Der Samstag wurde vorerst überschattet von einem dreisten Weckerklingeln um 7.15, damit sich die Band rechtzeitig gegen 8.30 am Frankfurter Börsenplatz einfinden konnte. Gesagt – getan, und schon standen wir nach erfolgreichem Aufbau, Soundcheck und Kaffeetrinken um Punkt 10.45 auf der Bühne, und versüßten den Zeugnis-Empfängern der IHK ihren ersten Ferientag. (Hoffentlich dauert der nicht noch die nächsten 2-3 Jahre an, dachte ich, sagte es diesmal aber nicht ins Mikro). Der Sound war super, beim zweiten Set waren auch endlich mehr Leute da, und das vom letzten Jahr bekannte Kamerateam flitzte wieder um uns herum; wir bekommen die Aufnahmen bestimmt, so dass wir in ein paar Wochen an einem gemütlichen Probenabend mal wieder vorm TV ein wenig fachsimpeln können, ob wir nicht doch den berüchtigten Herrn Detlef D. Soest einladen und ein paar gemeinsame „Moves“ einstudieren könnten. Ansonsten: Danke, liebe Carola und lieber Wolfgang von COLORI-EVENT, dass wir wieder dabei sein durften!

Nach kurzer Umbau- und -ziehpause bestiegen wir in leuchtender Abendsonne die Boulevardbühne des Osthafensommer Fests – um hier eine weitere Stunde Milchmädchenweisheiten an die erst vorbeiflanierenden und dann vor der Bühne angenagelten Festbesucher zu verteilen. Es war herrlich, und gleich am nächsten Tag nochmal mindestens genauso gut - ein echtes Heimspiel! Andieser Stelle - ganz artig - nochmal Danke der Hafengesellschaft, meiner lieben Nachbarin Syl, Thorsten und Sound of Frankfurt, dass wir auf diesem Suppa-Fest mitzaubern durften! Zum Glück sind wir diesen Sonntag auf der Frankfurter CSD-Bühne, sonst würden wir echt Entzugsprobleme kriegen...unsere Füßchen brauchen den Bühnenfußboden sehr! THIS IS IT!

Dienstag, 30. Juni 2009

Donnerstag, 25. Juni 2009

Engel im Kasten


Diesmal ging es verhältnismäßig schnell. Mit nur einigen Wochen Vorlauf war ruckzuck ein Wochenende gefunden, an dem alle konnten und wir "Mein Engel" aufnehmen wollten. Möglich war das durch ein kostenmäßiges Mörderangebot und die Beharrlichkeit unseres Gitarristen Armin. Unsere EP hat uns bis jetzt noch keine Chartserfolge beschert und der geneigte Zuhörer lechzt inzwischen nach mehr. Haben wir ja und jedes einzelne Lied ist es wert, gehört zu werden. Kurz, es war allerhöchste Zeit, dem Druck nachzugeben und etwas Material nachzulegen. "Mein Engel" hat dabei die Favoritenrolle eingenommen, weil es einfach unglaublichen Spaß macht, es zu spielen. Den anderen Songs fehlte entweder noch der letzte Schliff oder sie hatten nicht ausreichend Fürsprecher.

Letztes Wochenende war es dann soweit. Wir machen das ja nun schon lange genug und daher wissen wir auch, was wir können und was nicht. Im Studio muss es einfach sitzen. Kein Fehler wird überhört, ein holpernder Takt gnadenlos ausgezählt. Entweder sind wir inzwischen total abgestumpft oder das beharrliche gegenseitige Kritisieren trägt tatsächlich Früchte. Jedenfalls staunten wir selbst nicht schlecht, wie schnell alle Töne im Kasten waren. Nachdem der Rest der Band sich verabschiedet hatte nahm sich Armin noch die Zeit, etwas mehr Gitarrenspuren aufzunehmen als abgesprochen. Vor diesem Moment hatte ich eigentlich immer Angst, denn unbeobachtet bedeutet bei Armin zumindest in der Probe vor allem ungehemmt. Wir hätten ja am Sonntag wieder alles löschen können. Haben wir aber nicht, denn zur Überraschung aller zeigte er sich diesmal von seiner romantischen und verspielten Seite, sodass wir sämtliche Spuren genehmigten, ohne sie gezählt zu haben. Macht ja auch was her, wenn es dann mit Kopfhörer irgendwo hinter dem linken Ohr klingelt.

Kopfschmerzen bereitete uns jetzt nur noch Julias Schnupfen, doch darauf hat sie einfach gehustet. Sonntagmorgen, ein Gläschen Prosecco, ein Spritzer Nasic, in die Kabine, singen, fertig. Guutes Julchen. Das verschaffte uns doch tatsächlich noch die Zeit, an einzelnen Betonungen zu feilen. Misstöne erklangen eigentlich erst als ich die zweite Stimme eingesungen habe. Zum einen mal wieder mein Gesang, zum anderen allerdings auch die Diskussion über die Qualität und die Notwendigkeit der von mir in stundenlanger Heimarbeit sorgfältig komponierten Melodie. Ich glaube es hackt! Vor allem befürchte ich, dass diese Diskussion noch nicht zu Ende ist. Wir einigten uns vorerst auf die in äußerst zarter Lautstärke hinzugemischte Version. Der sogenannte Roughmix ertönt nun zur ausgiebigen Analyse auf den heimischen Anlagen. Das endgültige Werk wird wohl noch ein wenig dauern, aber in einigen Wochen an den einschlägigen Stellen zum Download bereit stehen. Jetzt geht´s aber erstmal nach Berlin.

Dienstag, 2. Juni 2009

Wir machen Pop und das ist auch gut so!




Na wer sagt´s denn, es hat tatsächlich geklappt. Unser Sommerspielplan ist gut gefüllt und als besonderes Sahnehäubchen dürfen wir den diesjährigen CSD in Berlin bespaßen. Obwohl es sich hierbei nur um einen halbstündigen Blitzauftritt handelt, haben wir uns gleich mal das ganze Wochenende dafür reserviert. Schließlich ist zu erwarten, dass diese 30 Minuten einen Höhepunkt in unserer Bandgeschichte darstellen, denn wir spielen in Berlin, unter der Siegessäule, vor zigtausend Menschen.

Während uns in den letzten Wochen das "normale" Leben im Würgegriff hatte, wurde der resignative Ausspruch "Es gibt auch noch mehr als Arbeit und Musik" schon langsam zu unserem Leitspruch. Das kreative Feuerwerk abgesoffen in der Pfütze des triefenden Selbstmitleids. Kein noch so aufmunternder Rhythmus unseres Rhythmikers drang zu unseren Herzen, geschweige denn zum Tanzbein durch. Es schien bereits so, als hätten uns die Kräfte verlassen. Die rosarote Brille war ordentlich verschmiert und ließ nicht mehr viel Sonne durch. Ich investierte in diesem Frühling Geld in drei rabenschwarze T-Shirts. Wie einfach hätten wir es jetzt als Hardcore-Band gehabt, die destruktive Energie in hämmernde Beats und brüllende Gitarrenwände zu kanalisieren. Aber nein, auf unseren Fahnen steht ja "Das Leben ist bunt" und irgendwo muss ja wohl im Baumarkt des Lebens auch das Regal mit den Farben zu finden sein. Hoppla, direkt an der Kasse als Quengelware... CSD Berlin.....kriegst Du, aber nur ne halbe Stunde... IHK am Börsenplatz... hattest Du doch schon, von mir aus ....Osthafen Sommer.... aber zwei Tage müssen reichen.... CSD Frankfurt... genau, und dann noch Museumsuferfest, was? Wer spielen will muss lieb sein.

Manchmal muss man die rosarote Brille einfach nur absetzen, um wieder gute Laune zu bekommen.

Mittwoch, 29. April 2009

Werksspionage: Auf Tour mit Hansi.

Im Dienste von milchmädchen-guckt-über-den-tellerrand.de habe ich mich übers Wochenende ins Orchester von James Last eingeschlichen. Am Samstag war ich mit in Berlin, sonntags in Hamburg – jeweils immer mehr mittendrin als nur dabei: Im Tourbus mit den großartigen Streicher/innen gezecht, vor der Halle mit dem Flöten- und Saxophon-Gott geplauscht (der spielt auch bei Otto!), bei einem Gläschen Weißwein backstage mit dem Gitarristen gefachsimpelt (er: geFACHT, ich: geSIMPELT), abends in den Luxushotels schön noch mit den großen Hunden an der Aftershow-Bar mit pinkeln gewesen. Hach, es war eigentlich MEINE Tournee, wenn ich ehrlich sein soll, und ich wär ja so gern weiter mit gefahrn!
Immerhin hat mich meine Lieblingsgeigerin und Gastgeberin der Herzen am zweiten Tag dem großen Hansi vorgestellt, so heißt der Herr Last ja eigentlich! Übrigens ein sehr eloquenter und eindrucksvoller Herr mit mehr als nur EINEM Schalk im Nacken. Böse Zungen behaupten ja, er würde so nuscheln, dass man seine Ansagen ans Publikum nicht versteht – ich jedoch (in den Hallen immer ganz vorne mit dabei) hing an seinen Lippen, um keine seiner pupstrockenen Zuwendungen an uns zu verpassen. Und hab mir auf die Schenkel geschlagen -er ist klasse, jetzt echt ma'! Über den Musikstil lässt sich natürlich streiten, ich hab mich jedoch eines Besseren belehren lassen: Ich hatte Spaß, die Melodien waren schön, und wenn neben irischen Weisen oder dem Tico Tico dann auch Pink, Amy Winehouse und Coldplay intoniert werden, bin ich doch mehr als zufrieden!
Also wurde ich mit dem ersten aus Hansis Handgelenk geschüttelten Ton in der Berliner O2-Arena glühender Fan, und konnte mich ab da dem wilden Treiben der 20-70jährigen Groupies, die mit uralten Plattencovern und entenartigen Regenschirmen durch die Hallen polonaisend unterwegs waren, nicht mehr entziehen!
Fazit: Herrliches Wochenende gehabt, und ich liebe Geigen!

Und außerdem: Ich suche Leute für eine James-Last-Coverband!
PS: Tourfotos bei uns in flickr.

Mittwoch, 22. April 2009

Karottenkonzern

Ich hab mal Resümee gezogen. Am letzten Sonntag. Im Wartezimmer bei HR3. Da haben wir nämlich ein wenig atemlos auf eine ähnliche Ansage wie „Der nächste bitte“ gewartet. Matze, Andy und ich – und ein Riesenhund, der da von irgendwem unterm Tisch liegengelassen worden war.
Der Hund hat am Mikro später mehr Zeit gehabt, dann aber doch weniger gesagt als wir drei in unseren 10 Minuten ON AIR.
Egal, so ober-erfreulich wie das HR3-Interview war - beim Warten ist mir folgendes trübes Licht aufgegangen:
Je weiter wir (Milchmädchen) kommen, um so mehr müssen wir dann wieder machen. Also, wie soll ich sagen?! Wir haben: Schöne und größere Gigs gespielt. Ein außergewöhnliches Programm von fast anderthalb Stunden. Eine hochwertig gefertigte EP mit vier wunderschönen Liedern. Ein tolles Booklet dazu. Wir myspacen, wir bloggen, wir twittern – Dinge, von denen man beim ersten Hören denken könnte, sie wären etwas Unanständiges und wir sollten uns mal bei einer Selbsthilfegruppe anmelden. Sprich: Wir haben also bis hier hin ganz schön viel erreicht, uns aber dafür auch ziemlich abgehetzt.
Natürlich, wir hatten auch Glück und einige Dinge flogen wie von selbst in unser Mail-Postfach: Größere Veranstalter kamen auf uns zu und nicht umgekehrt – genauso lief es auch mit dem HR3-Interview.

Zurück zu Sonntagabend: Langsam wurde mir klar, dass Milchmädchen jetzt trotzdem nicht stehenbleiben und sich ausruhen dürfen. Und ein beunruhigendes Bild erschien vor meinen entgeisterten Augen: Milchmädchen als die Karnickel, die ausgehungert und mit letzter Kraft und wild aufeinander klackernden Hasenzähnchen versuchen, an die goldene Karotte zu springen. Und das Problem ist, dass Medienkonzerne, Gema, Radiobestimmungen und Millionen andere Bands mit mehr Zeit, mehr Glück und mehr wat-weiß-ich diese Möhren-Angel genüßlich immer höher schrauben. Diese Möhre namens "voller Erfolg". Und mit aufgerissenen Karnickelaugen und zitternden Karnickelöhrchen (?) wurde mir der Un-Satz des Jahres klar, der uns ständig auf den Häschenfersen ist: WIR MÜSSEN NOCH. Denn wir müssen noch: T-Shirts und Flyer drucken, die Plattenfirmen persönlich behaken, eine schönere Homepage machen, ein Video drehn, 3-6 neue Lieder schreiben, wieder ins Studio, viel mehr Bewerbungen in andere Städte schicken, neue Pressefotos machen.
Und am End' müssen wir unbedingt noch: Irgendwem die Karotte … stecken und mal wieder ein bißchen gemütlich sein. Aber sonst geht's mir gut! :-)

Mittwoch, 15. April 2009

Milchmädchen auf HR3

Aha, langsam tut sich was. In den ersten Wochen dieses Jahres machten wir uns noch Sorgen, weil die Antworten auf die von Julia so liebevoll und zahlreich verschickten Demopakete ziemlich lange auf sich warten ließen. Kein Termin in Sicht, Resignation machte sich breit. Inzwischen prasseln die Anfragen auf uns ein. Wenn alles klappt, was sich da so anbahnt, dann wird dies ein gutes Jahr. Solange noch nichts unterschrieben ist, sollten wir noch nicht feiern. Dennoch gibt es bereits zwei Tage, an denen wir jeweils zwei Auftritte spielen können/dürfen/sollen. Darüber hinaus haben wir eine noch unbestätigte Anfrage, die uns vor Stolz fast platzen lässt. Aber ohne Unterschrift will ich auch hierzu lieber noch nichts schreiben.

Erfreulich ist auch das von allen Seiten eintrudelnde Feedback zu unseren Aufnahmen. Bei regioactive findet man uns jetzt bei den Redaktionsempfehlungen und von HR3 sind wir am Sonntag den 19.04. in die Sendung Madhouse zum Interview geladen. Diese Lobhudelei in eigener Sache ist vor allem Balsam für die zarte Musikerseele, ein Anreiz weiter zu machen. Die Zeit und die Nerven, die man investiert hat, waren also doch nicht ganz umsonst.

Dienstag, 24. März 2009

„Gestern war Donnerstag“

...heißt die Veranstaltungsreihe, die die drei herrlich einfallsreichen und suppa organisierten Herren von Cloudberry in Wiesbaden aufgezogen haben! Und Milchmädchen war der Versuchsballon des ersten Abends! Sanft eingebettet in DJ Marcos ausgezeichnet aufgelegte Tracks dürften wir von 1.00 – 2.00 im Kulturpalast unseren ersten Gig 2009 angehn’ – inklusive unserem neusten Hit „Die Schönste“!
Nun, wat soll ich sagen – Rentner-Julsche ist um eine solch späte Uhrzeit normalerweise längst in die Kissen gesunken, lief aber – angefeuert durch einen augenscheinlich von Tollwut befallenen „Fan“ zu Höchstleistungen von Gesang und Bühnenperformance auf. Auch meine eigenen vier Herren waren noch wach (und wie!), Christian groovte mit seinem Bass so gefährlich nah am Bühnenrand neben mir, dass ich zeitweise um sein Gleichgewicht fürchten musste.
Die Location war cool, der eigens aus Hofheim angereiste 8köpfige Fanclub und der lang versprochene und endlich eingehaltene Besuch einer Fanin mit begeistertem Freund aus Wiesbaden trug ebenfalls zu guter Laune bei, letztendlich war’s ein schöner Abend.
Nicht zu vergessen der Profi-Merchandising-Kiosk der reizenden Laura (eine der Cloudberry-Spielerfrauen), in deren Regal sich unsere 20 abgegebenen Milchmädchen-CDs mehr als gut machten. War das eine Freude, als am Ende nur 13 CDs übrig waren! Und dann eine Verwunderung (und eingewisser Stolz), als klar wurde, dass keiner sie bezahlt hatte. Man stelle sich vor: Sieben Milchmädchen-CDs gestohlen! Die CD mit den Möpsen drauf einfach ganz kackfrech gemopst! Cool, wir hatten schon überlegt, ob man die dann bei Ebay wieder findet! Was ein Fest!
Hach, irgendwie waren wir ganz schön gebauchpinselt – jemand riskiert seinen guten Ruf für sieben Milchmädchen-CDs!!! Wir ham’s geschafft!
…und dann die Ernüchterung per Email: Die CDs wurden gefunden (in irgendeiner Kiste) und werden mir zugeschickt. Och man.

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DIE Fotografin des Abends - Tina Jordan - hat uns die Fotos zur Verfügung gestellt, die man jetzt bei uns (und ihr!) auf flickr sehn' kann! Daaaaaanke, Tina, schön geworden!!! www.tina-jordan.de

Montag, 9. März 2009

Die Band der Superlative

Um in dem Überangebot an guter Musik überhaupt noch aufzufallen, muss man schon etwas Besonderes bieten. Die beste Band der Welt gibt´s schon, die lauteste Band der Welt auch. Ohne Superlative scheint nicht einmal mehr die bloße Wahrnehmung gewährleistet. Nachdem wir mit "Best Friend" und "Das traurigste Lied der Welt" etwas Aufmerksamkeit erkämpfen konnten, legen wir mit "Du bist die Schönste" gleich doppelt nach, denn die Arbeit an diesem Stück dauert mit einigen Monaten auch schon am längsten. Das Problem ist der Spagat zwischen dem eigenen Anspruch und Milchmädchens Zielsetzung, einfache und eingängige Popsongs zu schreiben. Das Grundgerüst steht als erstes, dann wird wild drumherum improvisiert. Wirklich jeder will zeigen, was er in all den Jahren seiner Ausbildung gelernt hat. Ihr könnt euch dieses innere Sträuben gegen das Spielen eines einfachen Dur-Akkordes gar nicht vorstellen. Einfache (aber eingängige) Meldodien werden gnadenlos ausgepfiffen. Wie in einem Tintenkleckstest sieht jeder von uns aber auch in den zu interpretierenden Harmonien etwas anderes und jeder kämpft für seine Sache bis aufs Blut. Im Ausnahmezustand wird dann manchmal sogar die demokratische Entscheidungsfindung durch einen totalitären Erlass aufgehoben. Diese Grabenkämpfe sind ermüdend und nervtötend, aber zielführend. Am Ende des Tages entstand aus den Trümmern der gebrochenen Egos nahezu ausnahmslos jedesmal ein kleines Pop-Juwel, das live nicht nur als Überbrückung zwischen den Highlights taugte, sondern unser Programm wirklich bereicherte. Und so wird es auch diesmal sein, wenn der Rohdiamand erst einmal durch fachmännischen Schliff seine Facetten erhalten hat, um die maximale Strahlkraft zu entfalten.

Parallel dazu arbeiten wir noch an der meistverkauften Milchmädchen-CD aller Zeiten, dem größten Milchmädchen-Konzert der Welt, dem witzigsten Milchmädchen-Video seit Menschengedenken und den treuesten Milchmädchen-Fans des Universums. Bleibt neugierig.

Montag, 23. Februar 2009

Ich war nicht dabei


Mal abgesehen von sämtlichen Narrensitzungen, Faschingsveranstaltungen und -umzügen, denen ich bis jetzt ebenfalls erfolgreich aus dem Weg gehen konnte, habe ich am Wochenende einen weiteren Termin vorsätzlich versäumt. Unsere beiden Saitenakrobaten hatten am selben Tag Geburtstag. Der Ältere von den beiden rechtfertigt mit diesem Anlass jedes Jahr die Veranstaltung einer WG-Party. Seit Jahren sind diese Partys eine Institution für den großen Kreis der Wegbegleiter und lange schon die einzige Möglichkeit, sämtliche Wir-sollten-uns-mal-wieder-treffen-Beschwörungen auf einen Schlag zu erfüllen. Eigentlich ein Pflichttermin. Aber einer von den angenehmen. Der Tag fing auch eigentlich vielversprechend an. Meine Leistungskurve fiel gegen Abend allerdings derart rapide ab, dass ich in einem heftigen inneren Konflikt das Pro und Kontra einer Teilnahme abwägen musste. Just in diesem Moment erhielt ich per SMS die Absage meiner Lieblingssängerin, das Kontra hatte gewonnen und ich versuchte, den Gastgeber telefonisch über diese Umstände zu informieren. Vergeblich. Und jetzt begann erst das Drama: der Entscheidungskonflikt verwandelte sich umgehend in einen Gewissenskonflikt. Bei einer ursprünglich zugesagten Pflichtveranstaltung ohne Ankündigung einfach durch Abwesenheit glänzen.... Ich kann mich nur noch bruchstückhaft an gedachte Adjektive wie "respektlos", "undankbar" oder "unverzeihlich" erinnern. Die Schuld lastete schwer auf meinen Schultern. So geht es mir durchaus öfter mit vermuteten Erwartungshaltungen, allerdings selten so ausgeprägt. Ich möchte halt nur sehr ungern die Freude anderer durch bedingungslose Durchsetzung meiner Prinzipien und Bedürfnisse trüben. Merkwürdiges Kopfkino. Das Telefonat am Folgetag brachte auch nur wenig Erleichterung. Zwar gab es die erhofften Verständnisbekundungen, aber weiß ich, ob er mir nicht in der nächsten Probe doch noch den Narrhallamarsch bläst?
- Jedenfalls konnte ich von diesem Abend einiges erzählen, obwohl ich gar nicht dabei war....

Mittwoch, 21. Januar 2009

Balzphase

Ja, es ist wieder soweit, und ich bin tatsächlich schon ein bissl spät dran. Denn wie immer - ziere ich mich anfangs sehr. Da denk ich: „Das ist nix für mich.“ Und dann kostet es mich enorm Kraft, dieses Anbiedern … dieses Schöne-Augen-machen … hach, dieses auf und ab stolzieren und zeigen, was man (drauf-)hat. Sich mit den frischesten (eigenen) Federn schmücken. Hinausposaunen, dass man zu den Besten gehört. Sich aufblasen, damit die augenscheinliche Konkurrenz im eigenen Schatten verschwindet. Die Schönste. Die Beste. Band.
Ja, meine Lieben, ich tu mich recht schwer in der Milchmädchen-Bewerbungsphase. Aber zumindest ist der Anfang gemacht. Sechs liebevoll gestaltete Päckchen versenkte ich letzte Woche im Briefkasten am Sachsenhäuser Lokalbahnhof, und von da aus sollten sie ihre hoffentlich bereits verzauberten Adressaten erreicht (und überzeugt) haben. Festivals, Clubs und erstmals auch Plattenfirmen sollen dran glauben, an das große Milchmädchenwunder, und eigentlich stellt das niemand in frage. Es muss nur ein Anfang gefunden werden, nämlich die richtigen, liebevollen Worte, die schönsten Bilder und die vielversprechendsten Kontakte. Zuletzt wird eine gehörige Portion Eigenlob und Selbstüberzeugung zusammen gefegt, und los geht’s! Und jetzt muss ich den Milchmädchenbalztanz augenblicklich fortführen. Wiederhörn'!

Dienstag, 6. Januar 2009

Am Do. 08.01.09 sind wir nicht die Vorgruppe von Luxuslärm




Das neue Jahr sollte eigentlich nicht so hektisch werden wie das alte. Wie das mit den guten Vorsätzen so ist, hatte sich auch dieses Vorhaben bereits in der ersten Woche erledigt. Aber wenn bei uns schon unaufgefordert das Angebot eintrudelt, als Vorband einer aufstrebenden Poptruppe zu spielen, dann können auch wir schlecht nein sagen. Schließlich wäre das für uns die Gelegenheit vor deutschpopaffinem Publikum zu spielen, ohne Freunde oder Verwandte zum Erscheinen zu drängen. Aber sind wir mal ehrlich, wir spielen noch in der Regioanalliga, und die ist nunmal geprägt von spontanen und sympathischen Improvisationen. Perfekte Organisation ist eher unüblich und gelegentlich sogar vorsätzlich unerwünscht. Das war zu Coverbands Zeiten anders. Unser Gastspielvertrag umfasste seinerzeit vier DIN A4 Seiten. Parkplätze in Bühnennähe, anständiges Catering, Garderobe, Obst der Saison und Handtücher. Alles war vertraglich geregelt, wo heute ein telefonischer Handschlag ausreichen muss. Aber damit möchte ich nicht sagen, dass damals alles besser war. Im Gegenteil: wir haben uns bewusst dagegen entschieden, uns mit fremden Federn zu schmücken. Außerdem dienten die Altstadt-, Gassen- oder Weinfeste, Firmen-, Hochzeits-, Faschings- oder Silvesterfeiern in Turnhallen, Bürgerhäusern oder Festzelten doch vor allem einem: dem gepflegten Alkohol- und nicht dem Musikgenuss.

Unsere Neuorientierung hat uns jetzt eine kurzfristige Absage beschert. Na und? Klar, wir sind nicht mehr daran gewöhnt, ein wenig Organisationsstress war ebenfalls damit verbunden und der Stolz hat auch kurz aufgemuckt. Aber wir fügen uns mit Demut diesem Schicksal, denn wir sind in unserer Position auf solche Chancen angewiesen, auf Leute, die im richtigen Moment an uns denken. Und darüber haben wir uns dann doch ein bisschen gefreut.

08.01.09, Wir sind Vorgruppe von Luxuslärm im Nachtleben





Frohes neues Jahr erstmal, und es beginnt für uns schon ganz schön fröhlich. Ziemlich kurzfristig erreichte uns heute die Anfrage, ob wir nicht am Donnerstag im Nachtleben in Frankfurt als Vorgruppe von Luxuslärm spielen möchten. Natürlich möchten wir. Luxuslärm haben eine ähnliche Geschichte wie wir und sind mit ihrer Single "1000 km bis zum Meer" bereits in die Charts eingestiegen. Im Windschatten ihres Erfolges wollen wir jetzt ein paar ihrer Fans abgreifen und wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr uns dabei helfen.

Do. 08.01.09
Einlass 20.00 Uhr / Beginn 21.00 Uhr
Nachtleben, Frankfurt/M.

Eintritt: VVK 10/AK 12 €
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