Freitag, 11. Januar 2008

Jetzt bin ich dran

Heute darf/muss ich ins Studio. Diese Mitteilung dient nur der Information, dass es weitergeht. Wahrscheinlich will ich mir auch nur selbst Mut zusprechen. Jedenfalls ist mir diese Woche etwas passiert, was bei mir schon lange nicht mehr vorkam: Ich habe geübt! Aber das muss unter uns bleiben.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Milchmädchen: Wir passen in keine Schublade!

Ja, endlich dürfen auch wir uns dieses verdächtig geistlosen und in der Musikbranche bis zum komatösen Wegschnarchen eingesetzten Sprüchleins bedienen, denn: Wir haben seit Weihnachten nur gegessen!!!! Und nix passt mehr, auch unsere persönliche Schublade nicht!
... und hier weitere News:
Während ich dies hier schreibe und Armin vermutlich die Fach-Hoch-Schulbank drückt, sind Karpfi, Christian und Matthias den ganzen Tag im Studio! Denn: Unser Lieblingsdrummer geht mit gutem Beispiel voran und spielt drei unserer Songs ein, deren Identität noch geheimgehalten wird. Es geht also wirklich los! Wir anderen werden nach&nach das gleiche tun, und für März sind noch 2 weitere Lieblingslieder auf der Liste. Zeitgleich sind die beiden fleißigen Grafiker-Hasen aus Ffm & Seligenstadt fleißig am Bookletbasteln.
Soll heißen: Die erste echte Milchmädchen-CD rückt in greifbare Nähe!
Und die wird sich – wie alle CDs von allen anderen sich wichtig nehmenden Bands auch - in keine Schublade quetschen lassen, denn wir liefern ein aufblasbares Booklet mit den Maßen 45x20x35cm, damit sie immer oben auf Eurem Milchmädchenschrein stehen muss! So isses!

Ansonsten wünschen wir natürlich all unseren Leser/innen und Hörer/innen ein ganz dolles neues Jahr, und seid Euch sicher, dass wir uns 2008 auf dem ein oder anderen Milchmädchengig sicher noch persönlich in die Arme fallen werden! Denn: Die Bewerbungen sind raus – oder sollte ich sagen – der Postbeamte hat sie mir persönlich aus den Händen gerissen?! So war’s nämlich!
Tschü-tschü-tschü-tschü-tschüssi!

Dienstag, 18. Dezember 2007

Dienstag, 16.30 – Julia mal eben live von der Couch.

Sitz ich doch gestern Nachmittag gegen halb 5 zu Hause rum (weil angeschnupft), da klingelt mein Handy, Frankfurter Nummer. Die begeisterte und hochmotivierte Frauenstimme am anderen Ende stellt sich als Nicole*(Name von der Red.geändert weil leider vergessen, sorry, und dabei war sie so nett) von Radio YouFM vor, und fragt, ob sie mit Julia von Milchmädchen sprechen würde. Sekundenbruchteile schießt mir der Gedanke der Selbst-Verleugnung durch den Kopf – bin ich doch dem Anlass völlig unangemessen gekleidet (in Fernseh-Uniform, also Joggingbuxe & Fleece-Shirt).
Egal, NATÜRLICH geb ich’s zu dass ich’s bin, und schon erklärt mir die Gutgelaunte, dass sie beim Stöbern im Bandportal der www.my.you-fm.de -Seite auf uns gestoßen sei, wie lange wir schon dabei sind und dass ihr LEISE so gut gefällt. Ich beantworte natürlich höchst geschmeichelt einige Fragen, bis es plötzlich hektisch wird, und sie fragt, ob ich jetzt Radio hören kann. Leider hab ich keins, und die gute Fee empfiehlt mir, einfach in der Leitung zu bleiben, wenn sie gleich in 58 Sekunden „LEISE“ in Radio YouFM anspielen wird. Bevor ich was sagen kann (und WAS soll ich überhaupt dazu noch sagen???) höre ich, wie sie den rausgehenden Song der Fanfa 4 lobt, und dann eine „tolle neue Band aus Frankfurt mit dem süßen Namen ‚Milchmädchen’“ ankündigt. Und dann geht’s los – die Bridge von LEISE dröhnt in mein Ohr (und in meiner Vorstellung aus Millionen von Lautsprecherboxen weltweit), und ich fasse es nicht. Kurz danach wird’s wieder rausgedreht, und ich werde just mit den Worten „…und die Sängerin der Truppe, Julia, ist jetzt hier live in der Leitung, Hallo Julia!“ aus meinem seelig-verträumten Geisteszustand gerissen.
Es folgt ein 1-minütiges lustiges Spontan-Interview (in Jogginghose mit Katze auf dem Schoß), dann wird ge“tschüssiet“ und aufgelegt. Und wie vom Donner gerührt hocken Sabinchen (Katze) & ich noch einen Moment auf der Couch und wundern uns über diese Live-Schaltung aus heiterem Radiohimmel.
Cool, wenn Berühmtsein so anfängt! Man trägt souverän Ozzy-Osbourne-Style und die Radiomoderatoren telefonieren einem hinterher!

Freitag, 14. Dezember 2007

Sehr fröhlich(e), oh du!

So, es hat sich jetzt langsam warmgelaufen mit den feinstabgestimmt ineinander verzahnten Weihnachtsfeiern jeglicher Art! Will heißen - in diesem letzten (be)sinnlichen Monat des Jahres ist es eine logistische Herausforderung, die Proberaum-Integrität aufrecht hzu erhalten, da die Bandmitglieder - so unbesinnlich wir auch manchmal scheinen mögen - derart in einen immer größer werdenden Wust an Weihnachtsfeiern verstrickt sind, dass kaum ein gemeinsamer Termin möglich ist. Studentische-Aushilfs-Weihnachtsparties an der FH, Weihnachten der anonymen Informatiker, Krippenspiel im in der Emergency-Halle, gemeinsames Plätzchenbacken bei Safering und die Wahl zum schönsten Nikolaus bei einem berühmten Frankfurter Chemiekonzern legen das gemeinsame Proben ein bissl lahm. Nichtsdestotrotz werden im Hintergrund weiterhin tapfer die Fäden gezogen für Aufnahmen, CD-Layouts und Termine 2008. Übrigens, während ich das hier tippe, "schlägt" im gleichen Takt ein wahnsinniger Weihnachtsfeier-Kater in meinem Kopf mit einem Hammer gegen meine Stirninnenseite, denn gestern Abend war dann meine zweite Firmenweihnachtsfeier. Und obwohl es viel Alkohol gab, kann ich mich noch erinnern, das VENUS da gespielt haben, wie immer sehr schön und melodiös und besinnlich.
Hallejulia!

Dienstag, 11. Dezember 2007

Mord(s)balladen-Folge 3: Ruuuhiiiig, Braune!

Ok. Der liebe und treue Blog-Kommentator Mariano hat Recht behalten mit der Ansicht, dass Mordaballaden-Vince ob des grandiosen und wohlverdienten Erfolgs 8 Milliarden Mails zu beantworten / aus den Spamfiltern zu befreien hatte, und es sich nur deshalb beinahe (aber nur BEINAHE) mit dem zartbesaiteten Milchseelchen Julia verscherzt hatte.

Er hat geantwortet! Und was für eine nette und ausgiebige Mail. Kein Wunder, er wird noch Jahre lang an allen weiteren Antwortmails feilen, wenn er das immer so gewissenhaft und superpersönlich macht!

Also, Hamburch ist wieder meine Perle, ich bin ausgesöhnt, habe natürlich nicht den Hauch eines schlechten Gewissens (oh doch!) wegen meines Zickenblogs, und fühle mich endlich wieder enorm wichtig, ernst genommen, gemocht, gelobt, bis ins innerste erkannt&für absolut ins Ordnung befunden, imaginär geherzt, und natürlich weltmeisterlich gebauchpinselt. Der Zustand, den man als Musikerin am liebsten mag also.

Freitag, 7. Dezember 2007

Allein-Ich (Teil 4)

Tschuldigung, aber der musste einfach nochmal sein:

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Hamburch, moine Perle(..n vor die Säue?)

Untertitel auf hessisch:
Oddä hat der kaa Zoit net?!
Oha, erinnert Ihr Euch noch an den dollen Hamburger Mordballaden-Gig, den ich ob meiner Begeisterung in allen Farben schilderte? Eine noch begeistertere (wenn das überhaupt geht) Lobesmail ließ ich dem Künstler selbst zukommen, der zwischen den Songs immer so berührend über Plattenindustrie(lle Mafiosimachenschaften), Oberflächlichkeit in der „Branche“ im Allgemeinen und über den wunderbaren Zusammenhalt unter Musikern philosophiert hat – hey, das klang alles so klug und schön!
Aber gut, auf meine musikalisch zusammenhaltende, mutmachende und Frankfurt-Tourneevorschlagenden Zeilen hat der Grundgute einfach nicht reagiert.
Schade. Aber vielleicht kamen (und ich wünsche es ihm) ja Zigtausende solcher Musikerkolleg/innen-Mails an. Da kanns schonmal passieren, dass die Milchmädchen-Lobeshymne hinten runterfällt, und er„hadde kaa’ Zoit net“ zum Antworten.

Egal, ich bereue nichts und fand die Mordballaden nach wie vor toll, aber ein kleiner Beigeschmack von unerwarteter Oberflächlichkeit liegt mir doch auf meiner kleinen, getroffenen Dichterinnen-Zunge ….
Frankfurt, meine Perle!